Schaltungen verstehen
Bewegungsmelder: Schaltplan, L/N/L′ und Funktion
Ein Bewegungsmelder schaltet seinen Ausgang, wenn er Bewegung erkennt. Hier kannst du dieses Signal selbst setzen: Bei „Bewegung erkannt“ schließt der Kontakt zur Leuchte. Nimmst du das Signal zurück, öffnet er wieder.
Ein Bewegungsmelder steuert eine Leuchte abhängig vom erkannten Bewegungssignal. Im Lernmodell schließt dieses Signal den Ausgangskontakt und schaltet die Leuchte ein. Nimmst du es zurück, öffnet der Kontakt ohne Nachlaufzeit.
Bewegungsmelder interaktiv ausprobieren
Ausprobieren und beobachten
Aktiviere „Bewegung erkannt“ am Melder B1. Verfolge den geschlossenen Pfad bis E1. Deaktiviere das Signal und prüfe, wie sich Kontakt und Stromweg ändern.
Lernsimulation zum Verständnis der Funktion. Arbeiten an 230/400 V nur durch Elektrofachkräfte.
Gestrichelt eingerahmte Schalter anklicken oder Taster gedrückt halten.
Zeigt, wie die Schaltung funktioniert: jeder Leiter einzeln, vom L über die Kontakte zum Verbraucher.
Schalte das Signal am Melder um und beobachte den Kontakt im Leuchtenpfad.
Ein Punkt verbindet Leitungen. Eine Kreuzung ohne Punkt ist keine Verbindung.
Plan seitlich verschieben, um alle Geräte zu sehen.
So liest du diesen Plan
- L kommt aus dem Verteiler und speist den dargestellten Stromkreis.
- Verfolge L über die Kontakte von -B1 zum Verbraucher. Offene Kontakte unterbrechen diesen Weg.
- Der Weg führt zum Verbraucher -E1 und über N zurück zum Verteiler. Nur ein geschlossener Weg führt Betriebsstrom.
- Strom fließt
- Mit einer Quelle verbunden
- Neutralleiter (N)
- Im Modell ohne Verbindung zur Quelle
Alle Schaltstellungen
Der Melder schließt seinen Kontakt bei erkannter Bewegung. Ohne Bewegung öffnet er ihn in diesem vereinfachten Modell; eine Nachlaufzeit wird hier nicht simuliert.
| -B1 | -E1 | Aktion |
|---|---|---|
| offen | aus | |
| geschlossen | an |
Materialliste im Beispiel
Bauteile und Leitungsstücke aus dem gezeigten Plan, ohne Längen oder Auslegung.
- 1 × Abzweigdose
- 1 × Leuchte
- 1 × Bewegungsmelder
- 2 × NYM-J 3×1,5 mm²
- 1 × NYM-J 5×1,5 mm²
Aderbelegung im Beispiel
Grundstellung der Simulation. Im Leitungsinspektor des Plans folgen die Angaben deiner Bedienung.
W0 · Zuleitung zur Abzweigdose -X1 · NYM-J 3×1,5 mm²
| Ader | Funktion | von → nach | jetzt |
|---|---|---|---|
| grün-gelb | Schutzleiter PE | Stromquelle:PE → X1:PE | Kein Betriebsstrom |
| blau | Neutralleiter N | Stromquelle:N → X1:N | Kein Betriebsstrom |
| braun | Dauerphase L | Stromquelle:L → X1:L | Spannung liegt an |
W1 · Leuchtenleitung -E1 · NYM-J 3×1,5 mm²
| Ader | Funktion | von → nach | jetzt |
|---|---|---|---|
| grün-gelb | Schutzleiter PE | X1:PE → E1:PE | Kein Betriebsstrom |
| blau | Neutralleiter N | X1:N → E1:N | Kein Betriebsstrom |
| braun | geschaltete Phase L′ | X1:L′ → E1:L | Spannungsfrei |
W2 · Sensorleitung -B1 · NYM-J 5×1,5 mm²
| Ader | Funktion | von → nach | jetzt |
|---|---|---|---|
| grün-gelb | Schutzleiter PE | X1:PE → B1:PE | Kein Betriebsstrom |
| blau | Neutralleiter N | X1:N → B1:N | Kein Betriebsstrom |
| braun | Dauerphase L | X1:L → B1:L | Spannung liegt an |
| schwarz | geschaltete Phase L′ | X1:L′ → B1:1 | Spannungsfrei |
| grau | Reserve | beidseitig isoliert, nicht angeschlossen | frei |
Beispielwerte, keine Auslegung oder Anschlussfreigabe.
Welcher Plan zeigt was?
- Stromlaufplan
- Zeigt, wie die Schaltung funktioniert: jeder Leiter einzeln, vom L über die Kontakte zum Verbraucher.
- Installationsplan
- Zeigt, wo Geräte, Dosen und Leitungen liegen und wie die Adern angeschlossen werden.
- Übersichtsschaltplan
- Zeigt den Aufbau des Stromkreises einpolig: Stromquelle, Schaltgeräte, Leitungen mit Aderzahl und Verbraucher.
Was zeigt der Schaltplan des Bewegungsmelders?
Der Plan zeigt den Melder als gesteuerten Kontakt. Du setzt das Bewegungssignal und siehst, wie der Ausgang reagiert. Die interne Sensortechnik eines bestimmten Geräts wird dabei nicht nachgebildet.
Bewegungsmelder und Wechselschaltung
Ein Wechselschalter wird bewusst von einer Person betätigt; der Bewegungsmelder reagiert auf ein Signal. Die Kombination eines Bewegungsmelders mit einer Wechselschaltung hängt vom Gerät und der vorgesehenen Betriebsart ab. Eine solche Kombinationsverdrahtung enthält diese Simulation nicht.
Nachlaufzeit und Helligkeitsfreigabe
Reale Bewegungsmelder können eine Nachlaufzeit und eine Helligkeitsauswertung besitzen. Hier hat das Bewegungssignal nur die Zustände ein und aus; eine Nachlaufzeit gibt es nicht. Wie Dunkelheit und Zeitfreigabe zusammenwirken, kannst du bei Dämmerungsschalter und Zeitschaltuhr ausprobieren.
Wenn das Licht unerwartet an bleibt
Bleibt das Licht unerwartet an, muss der Melder nicht defekt sein. Auch Eingangssignal, Betriebsart und Zeitfunktion beeinflussen das Verhalten. Vergleiche deshalb zunächst das erwartete Schaltprinzip mit dem Verhalten der Anlage.
Schaltzeichen und Betriebsmittelkennzeichen
S steht im Lernplan für Schalter und Taster, E für Leuchten und K für Schaltgeräte. Gehören Spule und Kontakte zusammen, tragen sie dasselbe K-Kennzeichen. Die Kennzeichen bleiben in allen drei Planansichten gleich. So kannst du dasselbe Gerät im Stromlaufplan, Installationsplan und Übersichtsschaltplan wiederfinden.
Häufige Fragen zu Bewegungsmelder
Wie funktioniert ein Bewegungsmelder im Schaltplan?
Das Bewegungssignal steuert einen Kontakt zur Leuchte. Setze das Signal hier selbst und vergleiche den geschlossenen und den unterbrochenen Leuchtenpfad.
Was bedeuten L, N und L′ am Bewegungsmelder?
Bei der gezeigten Dreileiter-Variante bezeichnen L und N die Versorgung, L′ den geschalteten Außenleiter zur Leuchte. Die tatsächlichen Bezeichnungen und Anschlüsse sind geräteabhängig.
Was unterscheidet Bewegungsmelder und Dämmerungsschalter?
Der Bewegungsmelder reagiert auf Bewegung, der Dämmerungsschalter auf die Umgebungshelligkeit. Reale Bewegungsmelder können zusätzlich eine Helligkeitsfreigabe und Nachlaufzeit haben; beides ist hier nicht simuliert.
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Deine Verteilung nachvollziehbar dokumentieren
Du kennst die Schaltung und den gebauten Stand. Mit Instaplaner hältst du die Angaben zu deiner Verteilung fest, prüfst den Vorschlag und bestätigst ihn. Daraus entsteht ein nachvollziehbarer Stromlaufplan.